Machbarkeitsstudie  
     
 

Im Rahmen der von der Ingenieurgemeinschaft Arnold, Wasser+Boden und L+F Brugger erarbeiteten Machbarkeitsstudie wurden verschiedene Möglichkeiten der Verbesserung des Hochwasserschutzes aufgezeigt.
 

 
 

Rückhalt:

 
 

Es wurde untersucht, inwieweit der Rückhalt von Hochwasser im Paar-Einzugsgebiet eine Verbesserung der Situation für die Unterlieger in Mering, Kissing bis Friedberg bedeuten kann.
 

 
 

Ausbau:

 
 

Es wurde untersucht, inwieweit ein innerörtlicher Ausbau der Paar im Bereich Mering, Kissing bis Ottmaring die Situation für die Anlieger entschärfen kann.
 

 
 

Überleitung:

 
 
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Es wurde untersucht, inwieweit eine Überleitung von Hochwasser der Paar in das Lechgebiet möglich ist. Die Ausleitungsstelle aus der Paar läge dabei in Mering.
 
Daneben wurden Varianten aufgezeigt, die eine Kombination der o.g. Möglichkeiten des Hochwasserschutzes darstellen.

 
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  Ergebnisse der Machbarkeitsstudie  
     
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Es zeigte sich, dass die Variante "Rückhalt und innerörtlicher Ausbau der Paar ohne Überleitung" niedrigere Kosten aufweist und die Erfordernisse des Wasserhaus-haltsgesetzes (WHG) sowie des Landesentwicklungsplans (LEP) gut erfüllt.

In der Machbarkeitsstudie wird eine Überleitung von Hochwasser (20 - 30 m³/s) aus der Paar in den Lech als technisch möglich bezeichnet, allerdings sprechen zunächst gesetzliche Vorgaben sowie landesentwicklungspolitische Gründe gegen eine Überleitung. Bevor eine Überleitung von Paarhochwasser in den Lech realisiert werden kann, sind deshalb die Rückhaltemöglichkeiten im Paareinzugsgebiet auszuschöpfen. Hochwasser-maßnahmen sind so zu planen, dass eine Vergrößerung und Beschleunigung des Hochwasserabflusses vermieden wird. Eine Überleitung in der Größenordnung von 20 - 30 m³/s ist deshalb in dem erforderlichen Wasserrechtsverfahren, u.a. wegen der sich abzeichnenden Einsprüche der Unterlieger am Lech, nicht durchsetzbar.

Dies führt dazu, dass ein Hochwasserschutzkonzept vorgeschlagen wurde, das folgende Komponenten in folgender Reihenfolge enthält:

  1. Priorität: Hochwasserrückhalt
    • 1 Hochwasserrückhaltebecken an der Paar südlich der Putzmühle;
    • 1 Hochwasserrückhaltebecken an der Steinach südlich von Mering;
    • 1 Hochwasserrückhaltebecken an der Steinach südlich von Hofhegnenberg;

    • (die Hochwasserrückhaltebecken sind in Form von "Grünbecken" vorgesehen)
       
  2. Priorität: Paar-Ausbau
    (an Abflussengstellen im bebauten Bereich von Mering und Kissing)
     
  3. Priorität: Hochwasserüberleitung
    (ca. 7 km lange Flutmulde oder Rohrleitung von der Paar in Mering zum Lech bei Kissing, wenn zur Erreichung des erforderlichen Hochwasserschutzgrades noch notwendig)

Dieses Hochwasserschutzkonzept ermöglicht eine bausteinartige Realisierung.

Darüber hinaus sollen weitere Rückhaltemöglichkeiten im Einzugsgebiet der Paar weiter verfolgt werden, insbesondere der natürliche Rückhalt verbessert werden. Dies kann zu einer weiteren Dämpfung der Abflussspitzen beitragen.

Lt. der Machbarkeitsstudie ist aus ökologischen Gründen eine begrenzte Ausuferung der Paar oberstrom des "Ottmaringer Paar-Durchbruchs" in die Wiesen vor Friedberg weiterhin erforderlich. Auch diese Forderung kann mit Hilfe des Hochwasser-rückhaltekonzepts einfach erfüllt werden.

Der Bezirk Schwaben als Träger der Baumaßnahme erhält zum Bau Zuwendungen des Freistaates Bayern und wird von den vorteilsziehenden Gemeinden Beteiligtenbeiträge verlangen.

 
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